Breathwork Frankfurt - Transformatives Atmen

Sa.

28

Nov.

Praxis am Zoo

13:00 Uhr

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Breathwork DEEPER HIGH

Für Erfahrene: mehr Tiefe, mehr Intensität, mehr Raum im verbundenen Atem. Voraussetzung ist Breathwork-Erfahrung – nicht für Einsteiger*innen.

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Timo Nause

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Breathwork DEEPER HIGH

Sa., 28. November 2026 um 13 Uhr

Preis: 80 €

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So., 29. November 2026 um 16 Uhr

Preis: 25 €

Atmen steigert die Gedächtniskraft im Schlaf

Junge Frau mit geschlossenen Augen sinkt beim ruhigen Atmen in den Schlaf, nachtblaue Farben – Symbolbild Atmen und Gedächtnis im Schlaf

Wenn du schläfst, atmet dein Körper ganz automatisch weiter – aber was dabei im Gehirn passiert, ist bemerkenswert. Neuere Forschung zeigt, dass sich deine Atemzüge im Schlaf mit bestimmten Gehirnwellen synchronisieren, die für die Gedächtnisbildung zuständig sind.

Wissenschaftler nennen diesen Prozess Gedächtniskonsolidierung: Dein Gehirn sortiert die Eindrücke des Tages, verstärkt wichtige Informationen und lagert sie langfristig ab. Die Atmung spielt dabei eine aktive Rolle – deine Einatmungen fallen zeitlich mit langsamen Oszillationen und Schlafspindeln zusammen, zwei Gehirnwellen-Mustern, die für die Speicherung von Erinnerungen entscheidend sind.

Wichtig ist: Das passiert von selbst, während du schläfst. Es ist kein Breathwork und keine bewusste Atemtechnik – dein Körper tut das ganz natürlich. Trotzdem lässt sich daraus etwas mitnehmen.

Was die Forschung zeigt

atmung beeinflusst ged chtnisleistung

Die Forschung, unter anderem an der Northwestern University, hat gezeigt: Die Atemmuster im Schlaf sind direkt mit der Gedächtnisaktivität des Gehirns verbunden. Dein Atemrhythmus steuert keine bewusste Entscheidung – es ist ein natürlicher, unwillkürlicher Vorgang.

  • Deine Atemzüge synchronisieren sich mit langsamen Gehirnwellen und Schlafspindeln
  • Diese Synchronisation verbessert die Gedächtniskonsolidierung und -erhaltung
  • Der Effekt tritt unabhängig davon auf, ob du vor dem Schlaf Atemübungen gemacht hast

Eine Studie der Autoren Gupta et al. (2023) im Fachjournal Nature Communications belegte diesen Mechanismus mit EEG-Messungen im Schlaflabor. Die Probanden zeigten eine signifikant bessere Gedächtnisleistung am nächsten Morgen, wenn ihre Atmung während des Schlafs mit den Gehirnwellen synchron verlief.

Atmungsmuster und Gehirnwellen

atemmuster und gehirnwellen

Dein Gehirn ist auch im Schlaf erstaunlich aktiv. Es produziert langsame Oszillationen und Schlafspindeln – elektrische Wellenmuster, die Informationen zwischen verschiedenen Hirnregionen transportieren. Was die Forscher herausgefunden haben: Diese Wellen sind mit deinem Atemrhythmus gekoppelt. Mit jeder Einatmung steigt die Aktivität bestimmter Hirnareale, die für das Abspeichern von Erinnerungen zuständig sind.

Das bedeutet: Dein Atem ist mehr als nur Sauerstoffversorgung. Er ist Teil eines fein abgestimmten Systems, das dein Gehirn nachts dabei unterstützt, das Gelernte zu festigen.

Was du daraus machen kannst

Die Erkenntnis, dass Atmung und Gedächtnis im Schlaf zusammenhängen, ist erstmal einfach interessant. Aber sie hat auch praktische Seiten: Wenn du vor dem Schlafengehen bewusst zur Ruhe kommst, unterstützt du die natürlichen Prozesse deines Körpers.

Was ich gerne empfehle: Eine kurze Kohärenzatmung oder Boxatmung (4-4-4-4) vor dem Einschlafen. Das sind sanfte Techniken, die das Nervensystem herunterfahren – ganz ohne Druck oder Leistungsgedanken. Du findest eine Übersicht über verschiedene Atemtechniken auf dieser Webseite.

  • Kohärenzatmung: 5-6 Atemzüge pro Minute, etwa 5 Sekunden ein-, 5 Sekunden ausatmen
  • Boxatmung: 4 Sekunden ein, 4 halten, 4 aus, 4 halten
  • 4-8-Ausatmung: 4 Sekunden ein, 8 Sekunden aus – aktiviert den Parasympathikus

Wichtig: Es geht hier nicht um intensives Breathwork mit verbundenem Atmen, sondern um sanfte, beruhigende Übungen, die den Übergang in den Schlaf erleichtern. Breathwork im engeren Sinne – bewusstes, verbundenes Atmen – ist eine eigenständige Praxis, die eher wach und fokussiert macht.

Nasenatmung und Schlafqualität

Ein praktischer Tipp, den ich in meinen Kursen immer wieder weitergebe: Achte tagsüber und nachts auf Nasenatmung. Mundatmung im Schlaf ist ein häufiger Grund für schlechtere Erholung – sie erhöht das Risiko für Schnarchen und Schlafapnoe und kann die kognitive Funktion am nächsten Tag beeinträchtigen.

Nasenatmung hingegen filtert, befeuchtet und erwärmt die Atemluft und unterstützt einen gleichmäßigen Schlafrhythmus. Wer nachts unbewusst durch den Mund atmet, kann mit einfachen Hilfsmitteln (wie Mundpflastern oder Nasenklammern) gegensteuern – aber das ist ein anderes Thema.

Zusammenfassung

Dein Atem hat im Schlaf einen direkten Einfluss darauf, wie gut dein Gehirn Erinnerungen verarbeitet. Das passiert automatisch – du musst nichts dafür tun. Wer seinen Schlaf unterstützen möchte, kann mit sanften Atemübungen vor dem Einschlafen oder bewusster Nasenatmung experimentieren. Beides sind einfache Mittel, die keinen großen Aufwand erfordern.

Mehr zu verschiedenen Atemtechniken und ihren Wirkungen findest du auf dieser Webseite im Bereich Wissenswertes.

Breathwork in der Praxis am Zoo Frankfurt

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