Your primary language setting is English. Do you want to be forwared to the English version of this website?

YES / NO

Rund um die Atmung

Der Atmungsrhythmus: Wie dein Gehirn deine Atmung steuert

Deine Atmung läuft die meiste Zeit völlig automatisch – zum Glück. Aber dahinter steckt ein hochkomplexes Zusammenspiel in deinem Gehirn. Im Zentrum steht der PreBötzinger-Komplex, eine kleine Region im Hirnstamm, die den Atemrhythmus vorgibt.

Stell es dir wie ein Orchester vor: Die Neuronen im PreBötzinger-Komplex sind die Musiker. Anfangs spielen sie noch unkoordiniert, aber nach und nach synchronisieren sie sich und erzeugen einen gleichmäßigen Rhythmus. Dieses empfindliche Gleichgewicht aus Chaos und Ordnung ermöglicht es deinem Körper, sich an verschiedene Situationen anzupassen – ob du jetzt schläfst, rennst oder gestresst bist.

Wie der Rhythmus entsteht

Die Neuronen im PreBötzinger-Komplex feuern in einem bestimmten Muster, das die Kontraktion von Zwerchfell und Brustmuskulatur steuert. Bei Bewegung erhöht sich das Tempo, bei Entspannung wird es langsamer. Dein Körper passt die Atmung automatisch an – ohne dass du darüber nachdenken musst.

Was mich daran fasziniert: Dieses System läuft die meiste Zeit völlig unbemerkt. Erst wenn wir bewusst atmen – wie im Breathwork – nehmen wir diesen Rhythmus wahr und können ihn gezielt beeinflussen.

Der Unterschied zum bewussten Atmen

Der natürliche Atemrhythmus läuft automatisch ab, gesteuert vom PreBötzinger-Komplex. Breathwork dagegen ist bewusste, absichtliche Atemkontrolle – meist in Form von verbundenem Atmen ohne Pausen zwischen Ein- und Ausatmung. Während der natürliche Rhythmus Pausen und Variationen hat, geht es im Breathwork darum, den Atem bewusst zu führen.

In meiner Arbeit mit Breathwork erlebe ich immer wieder, wie Menschen durch diese bewusste Atemkontrolle Zugang zu veränderten Bewusstseinszuständen finden. Das ist etwas ganz anderes als der automatische Atemrhythmus – aber beide Systeme sind eng miteinander verbunden.

Was die Forschung noch bringen könnte

  • Personalisierte Therapien, die auf die individuellen Atemmuster abgestimmt sind
  • Tragbare Geräte, die Atemmuster überwachen und Feedback geben
  • Neue Behandlungsansätze für Schlafapnoe und andere Atemwegserkrankungen
  • Gehirn-zielgerichtete Therapien, die das Atemzentrum im Hirnstamm beeinflussen

Die Forschung zum PreBötzinger-Komplex steckt noch in den Anfängen. Aber sie zeigt, wie raffiniert unser Körper funktioniert – und wie viel Potenzial in der bewussten Arbeit mit dem Atem steckt.

Quelle: Neuroscience News – Breathing Rhythm Brain

FRANKFURT

Nächter Termin

Do, 03. September 2026, 18:30 Uhr

Transformative Atemsessions in Frankfurt. Hier kannst du dich informieren.

ONLINE

Nächter Termin

So, 20. September 2026, 16:00 Uhr

Transformative Atemsessions Online. Hier kannst du dich informieren.

Weitere Artikel